Grundsätzliches
Bisher wurden die meisten Virtualisierungssoftwar‘s, als Applikation auf ein bereits bestehendes Betriebssystem aufgesetzt und dann im Betriebssystem betrieben. Die Lösung in Form des VMware ESX Servers sieht eine Installation eines angepassten Linux Derivates vor, welches auf seine Aufgaben als Virtualisierungshost angepasst wurde. Dadurch werden annähernd alle Systemressourcen für die Virtualisierung eingesetzt und werden nicht noch für ein unnötiges Betriebssystem verbraucht.
Migration
Jedes Mal wenn von einem alten Server auf den Neuen umgestiegen werden soll, kommt wieder die Frage der Migration der Daten und ob die alten Programme und Konfigurationen überhaupt auf dem neuen System funktionieren. Dieses Problem hat VMware erfasst, und bietet für Windowssysteme die passende Antwort: VMware Converter! Mit dem VMware Converter können bestehende physikalische Systeme mit einem kurzen Betriebsunterbruch in virtuelle Systeme umgewandelt werden. Ohne Verlust der Konfiguration oder etwaiger Daten.
Systemverfügbarkeit
Systemausfälle (speziell der Server) durch Hardwaredefekte oder Datenverlust können eine Firma schnell einen grossen „Batzen“ Geld kosten. In diesen Momenten wird das Sprichwort „Zeit ist Geld“ zum grössten Problem der Supporter. Auch hier hilft die Virtualisierung enorm:
Durch die universellen Treiber, welche den virtuellen Maschinen eingefügt werden, können diese auf jedwedem Server betrieben werden. Fällt also ein Server aus und die betreffende Firma hat einen neuen Server zur Verfügung (Sei es im firmeneigenen Lager oder durch ein Hardware Sharing im SLA Vertrag) kann das System vom Backup NAS (Network Attached Storage [info]) auf den bereits mit ESX Server vorbereiteten Zweitserver übertragen werden und der Betrieb kann wenige Stunden nach Meldung des Ausfalls wieder in Betrieb genommen werden. Auch wenn ein schwerwiegender Fehler der Software oder des Betriebssystems einer virtuellen Maschine auftauchen, kann ganz einfach das letzte Sicherungsimage zurückgespielt werden und schon hat man wieder eine voll funktionsfähige Umgebung.
Das oben genannte System ist dabei noch das Simpelste, welches einen Systemausfall grundsätzlich in Kauf nehmen würde, bei grösseren Unternehmen, bei denen auch ein mehrstündiger Ausfall zu enormen finanziellen Schäden führen kann, würde mit den nötigen finanziellen Mitteln ein System aufgebaut werden, welches nur durch eine Anhäufung sehr vieler Unglücksfälle in die Knie gezwungen werden kann.
Hardwareauslastung
Dadurch, dass die Entwicklung im Bereich Hardware im Moment so schnell voranschreitet, werden bei vielen Serversystemen die Hardwareressourcen nicht mehr bzw. nur in den seltensten Fällen voll ausgenutzt. Mit Hilfe des VMware Virtual Center und den damit verknüpften ESX Server kann diese Auslastung rigoros verbessert und dadurch auch Kosten gespart werden.
Kosteneinsparungen
Die Tatsache, dass durch die Virtualisierung kaum höhere Anschaffungskosten entstehen und ausserdem mehrere physikalische Server virtualisiert auf einem Server betrieben werden können, werden die Hardwarekosten bei der Anschaffung gesenkt. Ausserdem senken sich die Betriebskosten enorm, denn ein einzelner Server verbraucht weniger als sieben kleinere Server! Dazu gehört auch noch, dass für Testsysteme keine extra Hardware gekauft werden muss, nur kurz eine neue virtuelle Maschine erstellen und schon hat man eine Grundlage für ein Testsystem, welches man anhand der virtuellen Switches auch problemlos vom produktiven Netz abgrenzen kann.